Klein aber oho... die Panasonic Lumix GM1

Als Pansonic die GM1 vorstellte, weckte die Kamera sofort unsere Aufmerksamkeit. Die kleinste Micro Four Thirds Kamera. Im Vergleich zu anderen Marketing-Sprüchen, wie "schnellster Autofokus der Welt", ist die Verkleinerung der Kamera hier sofort sichtbar.

Trotz der geringen Größe verspricht Panasonic die Leistungen der GX7. Leider haben wir keine GX7 um die Ergebnisse direkt zu vergleichen, aber wir werden sehen ob die kleinste Micro Four Thirds Kamera zu überzeugen weiß, oder ob der Miniaturisierung zu viele Funktionen zum Opfer gefallen sind.

Navigation

Panasonic Lumix GM1 + Olympus 45 mm f/1.8 @ 5.6, ISO 200, 1/500 Sek

Erster Kontakt und Verarbeitung

Sobald man die Kamera das erste mal in der Hand hat, fallen einem zwei Sachen auf: die Kamera ist wirklich so verdammt klein und sie ist mindestens genau so gut verarbeitet.

Die Kamera ist gerade einmal so groß wie das Micro Four Thirds Bajonett in Verbindung mit drei Zentimeter Platz zum Halten der Kamera. Die Höhe der Kamera hätte wahrscheinlich noch kleiner ausfallen können, denn hier wurde sich scheinbar am Durchmesser des Bajonetts orientiert, das bündig oben und unten mit dem Kameragehäuse abschließt.

Das Gehäuse selbst besteht aus einem Stahlrahmen in Verbindung mit einer Hülle aus einer Magnesiumlegierung. Selbst unter Gewaltanwendung verbiegt sich hier nichts und nichts fängt an zu knarzen... und ja, man kann sich wirklich auf sie draufstellen. Die Oberseite der Kamera besteht aus einer Aluminiumplatte und passt gut zum Rest des Gehäuses.

Gut: Die Abdeckung des HDMI- und USB-Ports ist durch eine Plastikklappe gelöst und nicht, wie bei vielen Kameras, mit einer mehr oder weniger passenden Gummiabdeckung geschützt, die alle zehn Minuten auf ihren rechten Fleck gepresst werden möchte.

Auf der Rückseite der Kamera schließen alle Bedienelemente bündig mit dem Gehäuse ab. Lediglich das Multifunktionsrad ist leicht nach außen versetzt.

Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich die restlichen Bedienelemente, die wie zu erwarten, auch gut verarbeitet sind.

Ebenfalls an der Oberseite befindet sich der interne Blitz, der im Vergleich zur restlichen Oberseite nur eine Plastikabdeckung besitzt und bündig mit dem Gehäuse abschließt.

Die Vorderseite der Kamera ist mit einer Belederung überzogen, die relativ griffig ist und zum wertigen Gesamteindruck beiträgt. Auf der Rückseite befindet sich die gleiche Belederung im Bereich, auf dem der Daumen aufliegt. Gut gelöst!

Panasnoic Lumix GM1 + Olympus 45 mm f/1.8 @ 1.8, ISO 200, 1/1250 Sek

Touchbedienung

Zusätzlich zu den am Gehäuse angebrachten Bedienelementen, können fünf zusätzliche belegbare Funktionstasten über den Touchmonitor eingeblendet werden.

Praktisch ist hierbei, dass durch die Verwendung des Touchmonitors keine Geräusche, wie sie beim Drücken einer Taste entstehen, übertragen werden, die beim Filmen über die internen Mikrofone aufgezeichnet werden. Gewisse Einstellungen lassen sich also auch beim Videodreh problemlos vornehmen.

Natürlich ist damit nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Die GM1 kann so eingestellt werden, dass die Kamera bei einer Berührung auf dem Monitor auf den ausgewählten Punkt fokussiert und geichzeitig auslöst. Wem das zu viel "Getouche" ist, kann darauf komplett verzichten und über das Multifunktionsrad den Fokuspunkt frei wählen, oder das Beste aus beiden Welten wählen: den Fokuspunkt der Touch auswählen, verschieben und wie gewohnt über den Auslöser das Bild aufnehmen. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das Blättern durch die aufgenommenen Bilder geht auch über Touch schnell und flüssig und mit zwei Fingern kann, wie beim Smartphone, in das Bild "gezoomt" werden. All das funktioniert so wie man es erwarten würde und hakt nicht wie es teilweise bei Kameras der ersten Touch-Generation auftrat.

Panasonic Lumix GM1 + Olympus 75 mm f/1.8 @ 5.6, ISO 400, 1/500 Sek

Objektiv

Mit der Kamera wird auch ein Objektiv geliefert. Das Panasonic Lumix G Vario 12-32 mm f/3.5-5.6 mit optischem Bildstabilisator.

Mit umgerechnet 24-64 mm umfasst das Objektiv einen kleineren Brennweitenbereich als es gewöhnlicherweise für ein Kit Objektiv üblich ist, aber auch hier wurde alles auf die Größe optimiert. Die Lichtstärke ist wie für ein Kit Objektiv üblich recht gering.

Das Objektiv lässt sich einfahren, wie es bereits von anderen Micro Four Thirds Objektiven bekannt ist, und besitzt eingefahren gerade einmal die Höhe eines Pancakes.

Die Verarbeitung überzeugt. Es ist zwar komplett aus Plastik gefertigt, aber nichts wackelt, knarzt oder klemmt. Der Zoomring läuft flüssig. Einen Fokusring gibt es leider nicht.

Die optischen Leistungen des Objektivs sind kurz und knapp gesagt ok.Die Schärfe ist harmonisch im Bild verteilt und über den gesamten Brennweitenbereich gut, jedoch nicht sensationell gut. Die Bildränder lassen, wie zu erwarten, etwas nach, aber hier haben wir schon schlimmeres gesehen.Vignettierung tritt lediglich bei 12 mm auf und auch hier ist es nichts worüber man sich Sorgen machen müsste. Es ist sichtbar, aber nicht unkorrigierbar.Chromatische Abbrationen an kontrastreichen Kanten treten in geringem Ausmaß auf und sind für ein Zoom-Objektiv dieser Klasse absolut im Rahmen.

Für ein Kit-Objektive also gute Leistungen, keine großen Schwächen, aber auch keine großen Stärken. Der vorhandene optische Bildstabilisator arbeitet einwandfrei und ist besoders beim erstellen von Videos eine Hilfe.

Ein 10 mm längerer Brennweitenbereich wäre nett gewesen um sich mit anderen Objektiven dieser Klasse wie dem Olympus 14-42 mm f/3.5 - 5.6 messen zu können, aber im Vergleich zu diesem Objektiv ist das Panasonic nur knapp halb so hoch. Dafür hat man 2 mm mehr Weitwinkel, was dem ein oder anderen sicherlich auch gelegen kommt.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Leica 25 mm f/1.4 @ 1.4, ISO 200, 1/500 Sek

Der Verschluss

Durch das kleine Gehäuse, mussten auch beim Verschluss Kompromisse gemacht werden, In der GM1 kommt ein Verschluss mit verkleinerter Mechanik zum Einsatz, der bis zu einer Verschlusszeit von 1/500 Sekunde mechanisch funktioniert. Bei schnelleren Verschlusszeiten steht nur noch der elektronische Verschluss zur Verfügung. Dieser funktioniert allerdings bis zu einer Verschlusszeit von 1/16.000 Sekunde.

Wer also gerne mit lichtstarken Objektiven bei Sonnenschein fotografiert, ist hier gut bedient.

Leider hat ein elektronischer Verschluss Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • die Kamera ist absolut lautlos.
  • es entstehen keine Erschütterungen, die zu Unschärfen im Bild führen

Nachteile:

  • wenn sich Objekte schnell im Bild bewegen (Auto, Ventilator, etc.) werden diese verzehrt, weil der elektronische Verschluss die Belichtung nicht auf dem kompletten Sensor gleichzeitig beenden kann.
  • Bei bestimmten Kunstlichtquellen kann es zu Bildfehlern kommen

Man kann jedoch einstellen welche Verschlussart die Kamera wählen soll, wenn man in einer bestimmten Situation nicht will, dass die Kamera automatisch auf den elektronischen Verschluss umschaltet. Die Wahl an Verschlusszeiten ist dann natürlich entsprechend beschränkt.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Leica 25 mm f/1.4 @ 1.4, ISO 400, 1/800 Sek

Bedienung und Erfahrungen

Wenn man das liest, dass die Knöpfe bündig im Gehäuse versenkt sind, denkt man wahrscheinlich zuerst, dass es ein Krampf sein muss die Knöpfe zu betätigen, aber Pansonic hat auch hier gute Arbeit geleistet. Die Knöpfe lassen sich auch mit großen Fingern leicht drücken und haben einen spürbaren Druckpunkt. Durch die Beschränkung auf die nötigsten Knöpfe, entsteht auch nicht das Problem, dass man mehrere Knöpfe auf geringem Platz auf einmal drückt.

Beim Fotografieren kommt es selten vor, dass man aus Versehen auf Knöpfe drückt oder Einstellungen verstellt. Sämtliche Drehräder haben einen guten Widerstand und lassen sich nicht unbeabsichtigt verdrehen. Gerade beim Moduswahlrad ist das wichtig, da auf eine Verriegelung verzichtet wurde.

Besonders schön ist das Wahlrad für den Fokusmodus gelöst, das einen individuell belegbaren Funktionsknopf umschließt. Hier kann auch schnell mal auf manuellen Fokus geschaltet werden, um z.B. ein Panaroma aus Einzelbildern zu schießen.

Der Funktionsknopf Fn1 kann beispielsweise mit der ISO-Einstellung belegt werden, über die sonst nur relativ umständlich über das "Quick Menu" zugegriffen werden kann.

Leider, jedoch nachvollziehbar, wurde auf weitere frei belegbare Funktionstasten verzichtet, weil das Gehäuse nicht mehr viel Platz hergibt und sonst eventuell andere Bedienelemente näher zusammengerückt wären.

Zur Handhabung kann man abschließend sagen, dass hier alles richtig gemacht wurde, um ein extrem kleines Gehäuse trotzdem benutzerfreundlich zu gestalten.

Das Menü ist wie bei Panasonic üblich recht übersichtlich gehalten. Manchmal passiert es jedoch, dass man einen Menüpunkt nicht direkt findet, weil man vergisst die entsprechende Liste des Menüpunkts nach oben oder unten zu scrollen. Das ist z.B. bei Canon besser gelöst, wo man nur nach links und rechts navigieren muss, um alle Menüpunkte zu sehen. Allerdings ist das auch Geschmackssache.Man muss ich jedoch vor Augen halten, dass Panasonic das Menü absichtlich so gestaltet hat, um es besser per Touch bedienen zu können. Deshalb sind die entsprechenden Buttons größer gehalten, wodurch weniger Einstellungen gleichzeitig auf dem Monitor angezeigt werden können.

Da mit der Kamera nur über das Display gearbeitet werden kann ist es mit über einer Millionen Pixel sehr hochauflösend und gestochen scharf. Das Bild ist aus praktisch allen Blickwinkeln gut zu erkennen.Wenn der Fokus richtig sitzt ist das bereits im Display zu erkennen.

Was bisher bei jeder uns bekannten Panasonic Micro Four Thirds Kamera auftrat: Vergrößert man das aufgenommene Foto (RAW) erscheint der vergrößerte Ausschnitt unschärfer. So als würde man in ein niedriger aufgelöstes, schlechtes JPEG zoomen. Das stört manchmal, wenn man beurteilen will, ob das aufgenommene Bild ausreichend scharf ist.

Der Akku ist innerhalb von zwei Stunden voll aufgeladen und soll laut Panasonic für bis zu 230 Bilder reichen. Nach unseren Hochrechnungen kann das hinkommen. Je nach Verwendung der Kamera können es aber auch weniger Bilder sein. Der große Bruder GX7 schafft laut Panasonic 320 Fotos, jedoch ist die GM1 kleiner und ihr Akku hat eine geringere Kapazität. 230 Bilder gehen mit Blick auf die Kameragröße noch in Ordnung.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Leica 25 mm f/1.4 @ 5.6, ISO 400, 1/100 Sek

Blitz

Der interne Blitz ist hinsichtlich seiner Größe ausreichend um einen kleinen Raum aufzuhellen. Mehr ist aus der kleinen Leuchte aber nicht herauszuholen. Es ist schon fast ein Wunder, dass Panasonic in dem kleinen Gehäuse überhaupt noch Platz für einen internen Blitz gefunden hat.

Ein Problem entsteht durch die Positionierung des Blitzes und manchen Objektiven. Wird zum Beispiel das Panasonic Leica 25mm f/1.4 in Verbindung mit der Gegenlichtblende verwendet, ist auf allen Bildern die untere rechte Ecke abgeschattet. Bei Verwendung des Blitzes also besser auf ein externes Blitzgerät setzen, oder die vorhandenen Objektive auf eventuelle Bildabschattungen überprüfen.

Gut ist, dass der Blitz sich nach hinten drücken lässt, um indirekt über die Decke zu blitzen, auch wenn die Helligkeit ein limitierender Faktor ist.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Lumix G Vario 12-32 mm f/3.5 - 5.6 @ 15 mm, f/3.7, ISO 800, 1/60 Sek

Bildqualität

Ob Panasonics Aussage stimmt, dass die GM1 die gleiche Bildqualität wie die GX7 hat, können wir nicht nachprüfen. Es scheint allerdings der gleiche Sensor verbaut worden zu sein, was die Aussage zumindest plausibel macht.

Mit den Bildern aus der GM1 sind wir mehr als zufrieden. Die Lücke zwschen Micro Four Thirds und APS-C Sensoren wird immer geringer und die Unterschiede muss man mit der Lupe suchen. Wer gerne, wie wir, Objekte in Bildern freistellt, hat mittlerweile eine große Objektivpalette an Micro Four Thirds Objektiven, aus denen man sich das beste heraussuchen kann. Müssen andere Objektive oftmals um mindestens eine oder zwei Blenden abgeblendet werden um eine gute Schärfe zu erreichen, sind die Micro Four Thirds Objektive oftmals schon bei Offenblende knackscharf, was den kleineren Sensor fast schon wieder vergessen macht.

Details fängt die GM1 sehr gut ein und auch in der 100% Ansicht gibt es keinen Grund zu meckern. Wenn man bedenkt wo Micro Four Thirds vor ein paar Jahren gestartet ist, ist die Entwicklung enorm.

Lediglich bei wenig Licht und hohen ISOs macht sich der kleine Sensor noch limitierend bemerkbar. Aber auch hier stagniert die Entwicklung nicht. Bis ISO 3200 kann man mittlerweile ohne große Bedenken gehen, sofern die Ausdrucke nicht zu groß werden.

Die Farben erscheinen auf den ersten Blick etwas kühler als bei den Olympus Modellen, jedoch lässt sich der Weißabgleich in der Kamera entsprechend anpassen und, wenn in RAW fotografiert wird, ohnehin später nach eigenen Wünschen einstellen. Ansonsten gibt es an den Farben nichts auszusetzen.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Lumix G Vario 12-32 mm f/3.5 - 5.6 @ 17 mm, f/6.3, ISO 200, 1/400 Sek

WLAN und App

Mittlerweile ist WLAN in Kameras ja nichts besonderes mehr, aber trotzdem ist es erstaunlich was alles in dieses kleine Gehäuse passt.

Über die WLAN Schnittstelle ist es möglich Bilder (auch RAW) auf einen Rechner zu übertragen, sofern auf diesem eine Freigabe eingerichtet ist.

Getestet haben wir die Bildübertragung von 20 RAW-Bildern über WLAN zu einem NAS-System. Leider brach die Übertragung bei jedem Versuch kurzzeitig ab, was dazu führte, dass die Kamera beim gerade übertragenen Bild eine 0 KB Datei anlegte und die Datei dann anschließend mit einem anderen Dateinamen erfolgreich übertrug. Bei jeder Datenübertragung über WLAN war also eine manuelle Nachbearbeitung der Dateien nötig, um die fehlerhaften 0 KB Dateien auszusortieren. So macht diese Funktion erstens keinen Spaß und zweitens ist die Übertragung der Bilder über einen PC und Cardreader schneller erledigt.

Der eigentliche Sinn der WLAN-Funktion liegt aber in der Bedienung der Kamera über ein Tablet oder Smartphone in Verbindung mit der Panasonic Image App. Mit der App sind keine Verbindungsabbrüche aufgetreten und die Kamera reagiert zügig auf alle Einstellungen, die über die App vorgenommen werden. Man kann alle aufnahmerelevanten Parameter in der App einstellen und die Kamera natürlich auch über die App auslösen und Bilder übertragen.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Lumix G Vario 12-32 mm f/3.5 - 5.6 @ 20 mm, f/4.6, ISO 200, 1/125 Sek

Adaptierte Objektive

Will man alte manuelle Objektive an der GM1 verwenden, zeigt sich eine weitere Stärke der Kamera. Focus Peaking.

Kontrastkanten werden gut farblich markiert und in manchen Situationen ist damit auch manuelles Fokussieren ohne die Fokuslupe möglich.

Wer jedoch einen absolut perfekt sitzenden Fokus haben möchte, kommt über die Fokuslupe nicht herum. Zum Glück ist auch die Fokuslupe gut gelöst und in Verbindung mit der Touchfunktion gut bedienbar:

Fokustaste (auf dem Multifunktionsrad) drücken, Fokuspunkt per Touch auswählen, doppelt auf den ausgewählten Punkt tippen (oder OK drücken) und schon kann genau manuell fokussiert werden. Es wird hierbei nicht das gesamte Bild vergrößert, sondern es erscheint nur ein Fenster, das den vergrößerten Ausschnitt enthält. Über das Moduswahlrad kann die gewünschte Vergrößerung ausgewählt werden. Das geht zwar auch mit zwei Fingern per Touch, aber durch Drehen am Multifunktionsrad ist das schneller erledigt. Schön ist, dass auch im vergrößerten Ausschnitt die Anhebung der Kontrastkanten funktioniert. Wird der Auslöser angetippt, springt die Fokuslupe zurück.

Negativ ist hier nur, dass der Fokuspunkt nicht bis an den Rand des Bildes gesetzt werden kann. Das ist zwar kein richtiges Problem, wäre aber schön gewesen.

Leider ist die Kamera zu klein, um mit größeren Objektiven, oder Objektiven mit schwergängigem Fokusring angenehm arbeiten zu können. Es fehlt einfach an Platz, um die Kamera festzuhalten und gleichzeitig das Objektiv zu bedienen und die Kamera nimmt mit Objektivadapter + Objektiv ordentlich an Größe zu.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Lumix G Vario 12-32 mm f/3.5 - 5.6 @ 20 mm, f/4.6, ISO 200, 1/250 Sek

Fazit

Am Ende stellt sich die Frage, ob man mit der Panasonic Lumix GM1 glücklich werden kann. Wie immer gibt es hier keine allgemeingültige Antwort. Das kleine Gehäuse wirkt edel, schick, ist qualitativ hochwertig verarbeitet und überzeugt von der technischen Seite, aber darauf kommt es nicht alleine an. Viel wichtiger ist unserer Meinung nach, dass die Ergonomie der Kamera stimmt und man nicht durch die Kamera behindert wird. Hier liegen sowohl die Vor- als auch die Nachteile der GM1. Sie ist wunderbar klein, stört nicht und kann schnell mal mitgenommen werden.

ABER: das trifft nur zu, sobald man keine großen Objektive verwenden. Dann wird die Kamera schnell klobig, wird frontlastig und man findet keinen richtigen Halt am Gehäuse. Das 12-32 mm Kit-Objektiv ist für diese Kamera ideal und auch das Olympus 45mm f/1.8 harmoniert gut mit der Kamera. Die Probleme fangen schon beim Panasonic Leica 25 mm f/1.4 an. Adaptierte Objektive machen die Kamera alleine durch die notwendigen Adapter schon klobig (Leica M mal ausgenommen) und gehen zu lasten der Bedienerfreundlichkeit.

Das heißt nicht, dass die Kamera mit anderen Objektiven nicht benutzbar wäre, aber die Kamera verliert ihren größten Vorteil: ihre Kompaktheit.

Wer viel mit großen, lichstarken Objektiven arbeitet wird mit der GM1 nur bedingt glücklich. Hier macht unserer Meinung nach ein größerer Body, eventuell auch mit elektronischem Sucher, mehr Sinn. Das gleiche gilt für die Verwendung von Altglas.

Preislich befindet sich die Kamera mit 500 - 600 € im angemessenen Rahmen. Die Kamera ist sowohl für Anfänger, wie auch für Fortgeschrittene geeignet. Letztere würden diese vermutlich als Zweitkamera neben einer größeren nutzen.

Wer mit kompakten Optiken arbeitet findet in der GM1 aber eine optimale Begleiterin, die den aktuellen Stand der Micro Four Thirds Technologie darstellt und deren Bilder nicht enttäuschen werden.

Panasonic Lumix GM1 + Panasonic Lumix G Vario 12-32 mm f/3.5 - 5.6 @ 20 mm, f/9.0, ISO 250, 1/60 Sek

NEUER